Und jetzt zu den
Feinheiten. Das hier ist der Berliner S- und U-Bahn-Plan. (Download in Originalgröße gibt es bei
www.bvg.de).
Man sieht drei Bereiche: Innen den weißen (A), dann den hellblauen
(B) und den dunkelgrauen außen (C). Je nach Bereich in dem man fährt
werden verschiedene Tarife fällig. Der normale Tourist bewegt sich
meist nur im Tarifgebiet A, also würde eine A-Fahrkarte locker
reichen. Schlauerweise verkauft die BVG aber keine Tickets für den
Bereich A.
Das Minimum ist eine "Einzelfahrkarte A/B" zu 2,30 Euro (Stand 2011).
Mit so einem Ticket darf man zwei
Stunden lang mit allem fahren und so oft umsteigen oder pausieren
wie man will, aber nur in eine Richtung. Für den Rückweg braucht man
ein neues. Das wird vor allem bei der Ringbahn S41/42 spannend, da geht es
in Grenzbereiche, wann eine Richtung aufhört und eine neue anfängt.
Nachdem man das Ticket gekauft hat, muss man es in einen Entwerter
stecken, der Datum und Uhrzeit draufstempelt. Um die Touristen zu
verwirren, ist das in der Straßenbahn aber nicht so, da kommen die
Tickets bereits fertig aus dem Automaten.
Beim Bus muss man vorne einsteigen und dem Fahrer sein Ticket
zeigen. Hat man keins, verkauft er eins. Man kann sich unbeliebt
machen, wenn man es mit einem 50 Euro Schein bezahlen will.
Will man viel sehen, so ist man am besten mit einer Tageskarte
bedient. Die kostet 6,30 Euro (2011) und gilt bis drei Uhr in der Früh am
nächsten Tag.
Mit einer Kurzstreckenkarte für 1,40 Euro (2011) kann man 3 Station S-
oder U-Bahn fahren, oder sechs Stationen mit dem Bus.
In U- und S-Bahn gibt es jede Menge Kontrollen und das Problem
ist, dass man die zivilen Kontrolleure kaum erkennen kann, sie sehen
selber aus wie Schwarzfahrer. Strafe ist momentan 40 Euros (2011).
Professionelle Schwarzfahrer tragen Turnschuhe und fahren im ersten
oder letzten Wagen. Wenn sie vom Kontrolleur erwischt werden, will
der mit ihnen aussteigen und dann laufen sie einfach davon.
Oft stehen auch Dealer mit gebrauchten Fahrkarten - aber noch
Restlaufzeit - an den Stationen, die sie einem für 1 Euro verkaufen.
Dazu ist es sehr nützlich, wenn man den Berliner Stadtplan im Kopf
hat, um zu checken, wo die Karte abgestempelt wurde, und ob
das dazu passt wo man hin will. Das ist natürlich streng verboten
und für Touristen sowieso zu kompliziert. Obwohl, die
Gebrauchtkartendealer sind in der Regel ehrliche Menschen und
beraten einen gerne.
In U- und S-Bahn wollen sie einem ständig Arbeitslosenzeitungen
verkaufen. Die Verkäufer erkennt man daran, dass sie immer einen
Hund dabei haben. Oder zwei. Wenn man ihnen Gutes tun will, gibt man
ihnen den Kaufpreis und verzichtet auf das Heftchen.
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