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Lou Reed
Berlin

Vom Album "Berlin"

 
         
 
Lou Reed (* 2. März 1942 in Freeport, New York) ist ein US-amerikanischer Musiker und Songautor. Er war zusammen mit John Cale eines der Gründungsmitglieder der von Andy Warhol inspirierten Band The Velvet Underground. Weil Reed als Jugendlicher mutmaßlich homoerotische Phantasien hatte, rebellierte und aufsässig war, wurde er von seinen Eltern in psychiatrische Behandlung geschickt, wo er Elektroschocks erhielt. Reed verarbeitete diese Jugenderlebnisse in späteren Songs (u. a. „Kill Your Sons“). 1963 zog Reed nach New York City, wo er als Songschreiber für das Plattenlabel Pickwick Records arbeitete, das Tanzmusik am Fließband produzierte. 1964 hatte Reed einen kleinen Hit mit „The Ostrich“ als Parodie auf einen gerade populären Tanz. 1965 traten Cale und Reed zum ersten Mal unter dem Namen „The Velvet Underground“ auf. Obwohl die Band während ihres Bestehens kommerziell nicht erfolgreich war, gilt VU als eine der einflussreichsten Undergroundbands aller Zeiten und als Wegbereiterin der späteren Independent- und Punkmusik. 1972 veröffentlichte Reed das Glam-Rock-Album „Transformer“, das von David Bowie produziert wurde. Dieses brachte ihm zum ersten Mal eine gewisse Massenpopularität ein – besonders der Song "Walk on the Wild Side" ist heute ein Klassiker. 1973 folgte das Album „Berlin“, das von einer gescheiterten Liebesgeschichte zweier Junkies in dieser Stadt handelt. Das Album zeichnet sich durch seine bedrückende Stimmung aus und wird heute oft als sein Meisterwerk betrachtet, stieß aber zur Zeit seiner Veröffentlichung bei Presse und Publikum auf fast völliges Unverständnis.

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