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Hildegard Knef war eine deutsche
Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin. Sie
wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm geboren. 1926 starb
der Vater an Syphilis und die Mutter zog mit ihrer Tochter nach
Berlin. Im Alter von 15 Jahren verließ sie mit der mittleren
Reife die Schule und begann eine Ausbildung als Zeichnerin in
der Trickfilmabteilung der UFA-Filmstudios in Berlin-Mitte. 1943
erhielt sie eine Ausbildung zur Schauspielerin. Am 1. August
1948 war Hildegard Knef das Titelmädchen auf der ersten Ausgabe
der neuen Illustrierten Stern. Sie wurde zum ersten großen
deutschen Nachkriegsstar. Aufgrund des internationalen Erfolgs
des Films „Die Mörder sind unter uns“ unterbreitete der
Hollywood-Produzent David O. Selznick ihr das Angebot, in die
USA zu kommen. Anfang 1948 unterschrieb sie für sein Studio
einen 7-Jahres-Vertrag, der ihr zwar wöchentlich einen recht
lukrativen Scheck einbrachte, aber keine Rollen. 1950 wurde sie
amerikanische Staatsbürgerin, kehrte aber kurz nach
Deutschland zurück, um den Film Die Sünderin zu
drehen. Durch Proteste der katholischen Kirche wurde der
melodramatische Film mit einer kurzen Nacktszene Knefs und der
Thematisierung der Tabus Prostitution und Freitod zu einem der
größten Skandale im deutschen Nachkriegskino.
1965 schrieb sie
ihren ersten eigenen Liedtext („Werden Wolken alt?“). Die LP
„Ich seh die Welt durch deine Augen“ mit selbst verfassten
Texten wurde 1966 zu einem gewaltigen Erfolg. Im selben Jahr kam
es zu ihrer ersten Konzerttournee. Ella Fitzgerald bezeichnete
Hildegard Knef als die „beste Sängerin ohne Stimme“. Das
rauchige Organ, die präzise, zuweilen schnoddrige, dabei aber
durchwegs gefühlvolle Art des Vortrags und die von Klugheit und
lakonischer Ironie geprägten eigenen Texte machten die Knef zu
einer einzigartigen Erscheinung in der deutschsprachigen
Unterhaltungsmusik. 1970 veröffentlichte die Knef ihr
autobiografisches Buch Der geschenkte Gaul, an dem sie jahrelang
gearbeitet hatte und das auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller
landete. Das Buch wurde in 17 Sprachen übersetzt und zum
international erfolgreichsten Buch eines deutschen Autors seit
1945. 1975 kam von ihr Das Urteil heraus, ein Buch über die
Krankheit Krebs, an der sie selbst erkrankt war (Brustkrebs) und
das infolge seiner Direktheit zu großen Diskussionen Anlass gab.
Zwei Wochen nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt in der
Johannes-B.-Kerner-Show starb Hildegard Knef in der Nacht auf
den 1. Februar 2002 im Alter von 76 Jahren an einer
akuten Lungenentzündung.
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