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Öffentliche Liegeplätze in Berlin - Köpenick
FRAUENTROG
Spree-Oder-Wasserstraße Kilometer 33,25 / rechtes Ufer 
 

Köpenick ist berühmt wegen seines Hauptmanns, dem einzigen Verbrecher Deutschlands, dem man ein Denkmal gewidmet hat. Aufgestellt ist die Statue vor dem Eingang zum Rathaus, etwa 300 Meter von der Liegestelle entfernt, in der Köpenicker Altstadt. Der Begriff Altstadt klingt romantisch, und wenn die Köpenicker fleißig weiter arbeiten, dann haben sie auch bald eine solche. Noch ist es aber nicht soweit. Zahlreiche enge Gassen wären vorhanden, vereinzelt gibt es auch schon malerische Geschäfte, aber so ein richtiges Altstadtflair will sich noch nicht einstellen. Vielleicht liegt das an den vielen Baustellen. 

Der Liegeplatz ist in Ordnung, man sollte aber rechtzeitig, am besten morgens, ankommen. Der Steg wird gerne von Kids als Sprungbrett benutzt - seltsamerweise von meist recht gut erzogenen Kindern, die einen höflich fragen, ob sie auch mal vom Schiff springen dürfen und dieses nicht einfach entern. Das Schlimmste was uns in drei Tagen passierte, war dass abends ein 16-jähriger ans Bordfenster geklopft hat: "Entschuldigung, wir würden gerne unseren Müll wegräumen, könnten Sie uns bitte einen Müllsack schenken? Eine Plastiktüte würde auch genügen."

An Einkaufsmöglichkeiten gibt es den Markt und einen kleinen vietnamesischen Tante-Emma-Laden, gleich quer über der Hauptstraße, keine 150 Meter entfernt. Dort bekommt man auch die Frühstücksbrötchen und Zeitungen. Zu den nächsten Supermärkten geht es etwa fünf Minuten per Fahrrad, zum Lidl in der Grünauer Straße und zum Aldi in der Wendenschloßstraße. Etwas weiter entfernt, aber mit vielen Kaufhäusern gesegnet ist das Zentrum Köpenick, direkt an der S-Bahn-Station gelegen.

Etwa 500 Meter die Oberspreestraße Richtung Westen entdeckt man gleich nach der Dahme-Brücke auf der rechten Seite einen von Berlins größten Läden für Bootszubehör, zu DDR-Zeiten als "Neptun" bekannt, jetzt aufgekauft von A.W. Niemeyer.

Am rechten Ufer gibt es eine Gaststätte, zu der man auch mit dem Schiff hinüberfahren kann, wenn einem die 200 Meter zu Fuß zu beschwerlich sind. Am linken Ufer gibt es eine große Verleihstation für Solarboote, bei der man auch mal ein Bier bekommen kann.

Eine Wanderung durch die Altstadt ist immer empfehlenswert, schon allein um zu sehen, ob sich in Punkto Romantik schon etwas neues getan hat.  Für kulturell interessierte bietet sich das frisch renovierte Schloss Köpenick an, auf dessen Gelände man auch einen Biergarten findet.

Der Liegeplatz bietet Platz für sechs bis acht Schiffe und liegt gleich bei der örtlichen Hauptstraße

 

Der kleine "Strand" ist Tummelplatz für Jugendliche, der Steg wird gerne als Sprungbrett benützt.

 

Das Köpenicker Schloss

 

Das Rathaus

 

Vor dem Rathauseingang: Der berühmte Hauptmann