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Köpenick ist berühmt wegen
seines Hauptmanns, dem einzigen Verbrecher Deutschlands, dem man ein
Denkmal gewidmet hat. Aufgestellt ist die Statue vor dem Eingang zum
Rathaus, etwa 300 Meter von der Liegestelle entfernt, in der
Köpenicker Altstadt. Der Begriff Altstadt klingt romantisch, und wenn
die Köpenicker fleißig weiter arbeiten, dann haben sie auch bald eine
solche. Noch ist es aber nicht soweit. Zahlreiche enge Gassen wären
vorhanden, vereinzelt gibt es auch schon malerische Geschäfte, aber so
ein richtiges Altstadtflair will sich noch nicht einstellen.
Vielleicht liegt das an den vielen Baustellen.
Der Liegeplatz ist in
Ordnung, man sollte aber rechtzeitig, am besten morgens, ankommen. Der
Steg wird gerne von Kids als Sprungbrett benutzt - seltsamerweise von
meist recht gut erzogenen Kindern, die einen höflich fragen, ob sie
auch mal vom Schiff springen dürfen und dieses nicht einfach entern.
Das Schlimmste was uns in drei Tagen passierte, war dass abends ein
16-jähriger ans Bordfenster geklopft hat: "Entschuldigung, wir würden
gerne unseren Müll wegräumen, könnten Sie uns bitte einen Müllsack
schenken? Eine Plastiktüte würde auch genügen."
An Einkaufsmöglichkeiten
gibt es den Markt und einen kleinen vietnamesischen Tante-Emma-Laden,
gleich quer über der Hauptstraße, keine 150 Meter entfernt. Dort
bekommt man auch die Frühstücksbrötchen und Zeitungen. Zu den nächsten
Supermärkten geht es etwa fünf Minuten per Fahrrad, zum Lidl in der
Grünauer Straße und zum Aldi in der Wendenschloßstraße. Etwas weiter
entfernt, aber mit vielen Kaufhäusern gesegnet ist das Zentrum
Köpenick, direkt an der S-Bahn-Station gelegen.
Etwa 500 Meter die
Oberspreestraße Richtung Westen entdeckt man gleich nach der
Dahme-Brücke auf der rechten Seite einen von Berlins größten Läden für
Bootszubehör, zu DDR-Zeiten als "Neptun" bekannt, jetzt aufgekauft von
A.W. Niemeyer.
Am rechten Ufer gibt es eine
Gaststätte, zu der man auch mit dem Schiff hinüberfahren kann, wenn
einem die 200 Meter zu Fuß zu beschwerlich sind. Am linken Ufer gibt
es eine große Verleihstation für Solarboote, bei der man auch mal ein
Bier bekommen kann.
Eine Wanderung durch die
Altstadt ist immer empfehlenswert, schon allein um zu sehen, ob sich
in Punkto Romantik schon etwas neues getan hat. Für kulturell
interessierte bietet sich das frisch renovierte Schloss Köpenick an,
auf dessen Gelände man auch einen Biergarten findet.
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Der Liegeplatz
bietet Platz für sechs bis acht Schiffe und liegt gleich bei der
örtlichen Hauptstraße |
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Der kleine
"Strand" ist Tummelplatz für Jugendliche, der Steg wird gerne als
Sprungbrett benützt. |
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Das Köpenicker
Schloss |
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Das Rathaus |
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Vor dem
Rathauseingang: Der berühmte Hauptmann |
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