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Raumfahrer
Wer Indizien sucht, daß die Erde in historischer Zeit von Lebewesen besucht
worden ist, die den Menschen technisch überlegen waren, kann zwar Erich von
Däniken lesen, aber die Bibel und ihre Apokryphen genügen auch. Besonders
fündig wird man im biblischen Buch Ezechiel - auch unter Hesekiel bekannt -,
das in der Ausdrucksweise jener Zeit ausführlich von solchen Ereignissen
berichtet.
Ezechiel 1,1 Am fünften Tag des
vierten Monats im dreißigsten Jahr, als ich unter den Verschleppten am Fluß
Kebar lebte, öffnete sich der Himmel, und ich sah eine Erscheinung Gottes.
1,4 Ich sah: Ein
Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben
von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold.
Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt:
Sie sahen aus wie Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und
vier Flügel. Ihre Beine waren gerade und ihre Füße wie die Füße eines
Stieres; sie glänzten wie glatte und blinkende Bronze.
1,11 Ihre Flügel waren
nach oben ausgespannt. 1,13
Zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas
wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin und her zuckten. Das Feuer gab
einen hellen Schein, und aus dem Feuer zuckten Blitze.
1,15 Ich schaute auf die
Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden. Alle vier
Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, daß es aussah, als
laufe ein Rad mitten im andern.
1,19 Gingen die
Lebewesen, dann liefen die Räder an ihrer Seite mit. Hoben sich die
Lebewesen vom Boden, dann hoben sich auch die Räder.
1,22 Über den Köpfen der
Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt, furchtbar
anzusehen, wie ein strahlender Kristall. Unter der Platte waren ihre Flügel
ausgespannt. 1,24
Ich hörte das Rauschen ihrer Flügel, es war wie das Rauschen gewaltiger
Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie standen, ließen sie
ihre Flügel herabhängen 1,26
Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir
aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich , saß eine
Gestalt, die wie ein Mensch aussah.
Nach einer Ansprache Gottes steigt Ezechiel in das Fluggerät und wird nach
Tel-Abib geflogen:
2,12
Da hob mich der Geist empor, und ich hörte hinter mir ein Geräusch, ein
gewaltiges Dröhnen, als sich die Herrlichkeit des Herrn von ihrem Ort erhob,
das Geräusch von den Flügeln der Lebewesen, die einander berührten, und das
Geräusch der Räder neben ihnen, ein lautes, gewaltiges Dröhnen. Der Geist,
der mich emporgehoben hatte, trug mich fort.
Nach sieben Tagen, in denen er sich von seiner Verstörung über dieses
Erlebnis erholt, wird Ezechiel zu einer Art ‘moralischem Aufseher’ über das
Volk Israel ernannt und erhält auch eine besondere Vergünstigung von Gott:
4,15
Da sagte er zu mir: Gut, ich erlaube dir, dein Brot auf Rindermist statt
auf Menschenkot zu backen.
Nach einer weiteren Ansprache Gottes über die Verfehlungen der Juden wird
Ezechiel nach Jerusalem geflogen und bekommt dort das unchristliche Treiben
gezeigt.
8,2
Und ich sah eine Gestalt, die wie ein Mann aussah. Unterhalb von dem,
was wie seine Hüften aussah, war Feuer, und oberhalb von seinen Hüften
schien etwas zu leuchten, wie glänzendes Gold. Er streckte etwas aus, das
wie eine Hand aussah, und packte mich an meinen Haaren. Und der Geist hob
mich empor zwischen Erde und Himmel und brachte mich in einer göttlichen
Vision nach Jerusalem, an den Eingang des inneren Nordtors, dorthin, wo das
Bild steht, das die Eifersucht des Herrn erregt.
Gott zerstört mit Hilfe seines Hubschraubers die Stadt Jerusalem und
ermordet eine Menge Israeliten.
10,1 Ich sah: Oberhalb
der gehämmerten Platte über den Köpfen der Kerubim war etwas, das wie Saphir
aussah und einem Throne glich. Er sagte zu dem Mann, der das leinene Gewand
anhatte: Geh zwischen die Räder unter den Kerubim, nimm zwei Hände voll von
den glühenden Kohlen, die zwischen den Kerubim sind, und streu sie über die
Stadt. Da ging der Mann vor meinen Augen zu den Kerubim. Sie standen rechts
vom Tempel, als der Mann zu ihnen ging, und die Wolke erfüllte den Innenhof.
Die Herrlichkeit des Herrn schwebte von den Kerubim hinüber zur Schwelle des
Tempels. Der Tempel wurde von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll vom
Glanz der Herrlichkeit des Herrn. Das Rauschen der Flügel des Kerubim war
bis zum Vorhof zu hören; es war wie die Stimme des allmächtigen Gottes, wenn
er spricht. Als er dem Mann, der das leinene Gewand anhatte, befahl: Nimm
von dem Feuer, das zwischen den Rädern und zwischen den Kerubim ist, ging
der Mann und stellte sich neben das Rad. Und ein Kerub streckte seine Hand
aus, nahm von dem Feuer, das zwischen den Kerubim war, und legte es in die
Hände des Mannes, der das leinene Gewand anhatte. Der Mann nahm das Feuer
und ging hinaus.
Es folgt wieder eine Beschreibung des ‘Hubschraubers’, bevor Ezechiel mit
seinem Bericht fortfährt.
10,18
Da verließ die Herrlichkeit des Herrn die Schwelle des Tempels und
nahm wieder ihren Platz über den Kerubim ein. Die Kerubim bewegten ihre
Flügel und hoben sich vor meinen Augen vom Boden empor. Sie gingen hinaus
und die Räder liefen an ihrer Seite mit. Vor dem östlichen Tor am Haus des
Herrn blieben sie stehen. Und die Herrlichkeit des Gottes Israel schwebte
über ihnen. 11,1
Da hob mich der Geist empor und brachte mich zum Osttor am Haus des
Herrn.
Die seltsamen Wesen ‘Kerubim’ und ‘Seraphim’ sind in vielen Gemälden als
Engel im Nachthemd oder als kleine, fette Kinder mit Flügeln dargestellt,
allerdings hat es kein Maler übers Herz gebracht, ihnen unten auch noch
Räder hinzuzeichnen.
Dabei ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß es sich bei diesen Wesen um
Opfer eines Schreibfehlers handelt, wie man aus der Jüdischen Enzyklopädie
erfahren kann: Auf hebräisch schreibt sich Kerubim “KRB”, eine kleine
Buchstabenverdrehung aus Unachtsamkeit ergibt das Wort “RKB”, was soviel wie
“transportieren”, “fahren” oder “Wagen” bedeutet, was Bibelstellen wie 2
Samuel 22,11 eine bessere Verständlichkeit geben würde: Er fuhr auf dem
Kerub...
Auch der Prophet Daniel begegnet einem wohl nicht von dieser Welt stammendem
Wesen:
Daniel 10,4
Am vierundzwanzigsten Tag des ersten Monats stand ich am Ufer des Tigris.
Ich blickte auf und sah, wie ein Mann vor mir stand, der in Leinen gekleidet
war und einen Gürtel aus feinstem Gold um die Hüften trug. Sein Körper glich
einem Chrysolith, sein Gesicht leuchtete wie ein Blitz, und die Augen waren
wie brennende Fackeln. Seine Arme und Beine glänzten wie polierte Bronze.
Seine Worte waren wie das Getöse einer großen Menschenmenge.
Außer seinem imponierenden Erscheinungsbild hatte dieses Wesen noch
bemerkenswerte Schwebefähigkeiten:
Daniel 12,6
... der Mann, der in Leinen gekleidet war, und über dem Wasser des
Flusses stand.
An anderer Stelle wird ein in der biblischen Malerei ziemlich selten
porträtiertes Wesen erwähnt:
2 Samuel 21,20
Da trat ein Mann von riesenhafter Größe auf; er hatte an jeder Hand sechs
Finger und an jedem Fuß sechs Zehen, zusammen vierundzwanzig.
Ein ganz besonderer Mensch war Enoch, der Großvater vom Sintflut-Noach, er
starb nämlich nicht:
Jesus Sirach 49,14 Kaum einer
auf Erden kommt Henoch gleich, darum wurde er auch lebend entrückt.
Hebräer 11,5 Aufgrund
des Glaubens wurde Henoch entrückt und mußte nicht sterben; er wurde nicht
mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte
Henoch schrieb selber auch ein Buch, das allerdings - wohl wegen seines
Science-Fiction-Inhaltes - nicht in die Bibel aufgenommen wurde. Dafür kann
man es in den Apokryphen lesen. Das Buch Henoch enthält einen Bericht über
einen Ausflug zu einer Art Raumstation:
Siehe, Wolken luden mich ein im Gesicht und ein Nebel forderte mich auf; der
Lauf der Sterne und Blitze trieb und drängte mich, und Winde gaben mir
Flügel im Gesicht und hoben mich empor. Sie trugen mich hinein in den
Himmel.
Dann folgt über mehrere Kapitel der Versuch, mit dem ungenügenden Vokabular
seiner Zeit so etwas Unfaßbares wie eine Raumstation zu beschreiben:
Ich trat ein in jenes Haus, das heiß wie Feuer und kalt wie Schnee war. Da
war keine Lebensluft vorhanden. ... Sein Boden war von Feuer; seinen oberen
Teil bildeten Blitze und kreisende Sterne. ... Ich sah die Örter der
Lichter, die Vorratskammern der Blitze und des Donners. ... In jeder
Hinsicht, durch Herrlichkeit, Pracht und Größe zeichnete es sich so aus, daß
ich euch keine Beschreibung von seiner Herrlichkeit und Größe geben kann.
... Die Wände jenes Hauses glichen einem mit Kristallsteinen getäfelten
Fußboden, und sein Grund war von Kristall. ... Ich sah einen tiefen Abgrund
mit Säulen himmlischen Feuers, und ich sah unter ihnen Feuersäulen
herabfallen; sie waren weder nach Tiefe noch nach Höhe zu messen. ... Ich
wanderte ringsherum, bis ich an einen Ort kam, wo kein Ding war. Dort sah
ich etwas Fürchterliches: ich sah keinen Himmel oben und kein
festgegründetes Land unten, sondern einen öden und grausigen Ort.
Ein Engel führt ihn umher, zeigt ihm die Einrichtung und erklärt Henoch
astronomische Zusammenhänge:
Abermals sah ich Blitze und die Sterne des Himmels, und ich sah, wie er sie
alle bei ihrem Namen rief, und wie sie auf ihn hörten. Ich sah, wie sie mit
einer gerechten Waage gewogen wurden nach ihrer Lichtstärke, nach der Weite
ihrer Räume und dem Tag ihres Erscheinens und wie ihr Umlauf Blitze erzeugt.
Noch anderes sah ich in Bezug auf die Blitze, zum Beispiel wie einige von
Sternen aufsteigen, zu Blitzen werden und ihre neue Gestalt nicht aufgeben
können.
Vielleicht meint Henoch damit so etwas wie eine Nova oder Supernova.
Erstaunlich seine Beschreibung des Sternenkataloges: Die Klassifizierung
nach Lichtstärke, Entfernung - der Weite ihrer Räume - und dem Tag der
Entdeckung ist auch heutzutage noch üblich.
Auch der Prophet Elija und Moses gehörten möglicherweise zur Gilde der
antiken Raumfahrer:
Markus 9,2
Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und
führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren
Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf
Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit
ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.
9,7 Da kam eine Wolke und warf
ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein
geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten,
sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.
Auch im Neuen Testament kommen Anspielungen auf Raumausflüge vor:
2 Korinther 12,2
Ich kenne jemanden, einen Diener Christi, der vor vierzehn
Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde. ... Er hörte unsagbare
Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.
Johannes hat eine Vision von einem unirdischen Wesen:
Offenbarung 1,12
Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als
ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den
Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem
Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel
aus Gold. Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend
weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen, seine Beine glänzten wie
Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von
Wassermassen.
Über eines der bedeutendsten raumfahrttechnischen Ereignisse der
christlichen Geschichte - der Himmelfahrt Jesu - findet sich jedoch
erstaunlicherweise fast gar nichts in der Bibel, sie wird mit ein paar
lapidaren Sätzen abgetan:
Lukas 24,51 Und während er sie
segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.
Der Evangelist Markus weiß auch nicht viel mehr als:
Markus 16,19 Nachdem Jesus, der
Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und
setzte sich zur Rechten Gottes.
Die Jünger Matthäus und Johannes wissen überhaupt nichts von einer
Himmelfahrt Christi, allerdings wird sie später in der Apostelgeschichte von
Lukas noch mal erwähnt:
Apostel 1,9 Als er das gesagt
hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf
und entzog ihn ihren Blicken.
Warum sich die Bibel über dieses doch ungeheuer wichtige Ereignis
ausschweigt, ist nicht ganz zu verstehen. In einer Anmerkung zum
Markusevangelium kann man - den Abschnitt mit der Himmelfahrt betreffend -
auch noch lesen: Dieser Abschnitt findet sich nicht bei den ältesten
Texten. Er ist eine im zweiten Jahrhundert entstandene Zusammenfassung...
Und zum Lukasbericht heißt es: Die Worte “und wurde zum Himmel
emporgehoben” fehlen bei einigen alten Texten.
Daß trotz dieser mageren Indizien Millionen von Menschen überzeugt sind,
Jesus sei in den Himmel aufgefahren, ist schon erstaunlich. Sollte es dann
doch so gewesen sein, dann mußte dieses Ereignis in aller Stille vor sich
gegangen sein. Von Feuerwägen die mit Rauch und Getöse in den Himmel
auffuhren wäre sicher ausführlich berichtet worden. |
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kapitel 1 - Die Herkunft der Bibel Kreative
Schriftsteller, die eine Mutter von fünf Söhnen kinderlos bleiben lassen
Kapitel 2 - Jahwe und seine Kinder Über einen
eifersüchtigen Anstifter zum Massenmord und seine dicken Nachfolger
Kapitel 3 - Von Noah bis Abraham Berichte über Vegetarier, Alkoholiker und Wichser
Kapitel 4 - Moses Ein stotternder Mörder macht sich auf die Reise
Kapitel 5 - Gemetzel und Weiberhelden Die
Verführungskünste des König David und seiner Söhne
Kapitel 6 - Weisheiten Wo Rockbands ihre Texte klauen
Kapitel 7 - Raumfahrer Berichte über Hubschrauber,
Raumstationen und seltsame Wesen
Kapitel 8 - Jesus Ein Lausbub haucht Sperlingen aus Lehm
Leben ein
Kapitel 9 - Weiber Biblische Sprüche über Frauen
Kapitel 10 - Wunder über Wunder Wasser oder Wein?
Kapitel 11 - Märtyrer & Heilige 1000 Tips, wie man sich quälen lassen kann
Kapitel 12 - Himmel und Hölle Ein Katastrophenbericht
über den Untergang der Welt
Kapitel 13 - Katholen und Evangelen Traubensaft statt Blut Christi
Kapitel 14 - Moroni Barfuß in einem amerikanischen
Schlafzimmer: Ein Engel des Herrn im Jahre 1823
Kapitel 15 - Gesalbte und andere Schafe Die Zeugen
Jehovas erobern die Welt und erben das Reich Gottes
Kapitel 16 - Lorbe(e)ren Der Heilige Geist in Österreich
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