MEIN GOTT
Ein Bibelkurs

Kapitel 7

 

       
 
 
 
 
 
 
 

Raumfahrer

Wer Indizien sucht, daß die Erde in historischer Zeit von Lebewesen besucht worden ist, die den Menschen technisch überlegen waren, kann zwar Erich von Däniken lesen, aber die Bibel und ihre Apokryphen genügen auch. Besonders fündig wird man im biblischen Buch Ezechiel - auch unter Hesekiel bekannt -, das in der Ausdrucksweise jener Zeit ausführlich von solchen Ereignissen berichtet.

Ezechiel 1,1 Am fünften Tag des vierten Monats im dreißigsten Jahr, als ich unter den Verschleppten am Fluß Kebar lebte, öffnete sich der Himmel, und ich sah eine Erscheinung Gottes. 1,4 Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und vier Flügel. Ihre Beine waren gerade und ihre Füße wie die Füße eines Stieres; sie glänzten wie glatte und blinkende Bronze. 1,11 Ihre Flügel waren nach oben ausgespannt. 1,13 Zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin und her zuckten. Das Feuer gab einen hellen Schein, und aus dem Feuer zuckten Blitze. 1,15 Ich schaute auf die Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, daß es aussah, als laufe ein Rad mitten im andern. 1,19 Gingen die Lebewesen, dann liefen die Räder an ihrer Seite mit. Hoben sich die Lebewesen vom Boden, dann hoben sich auch die Räder. 1,22 Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt, furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall. Unter der Platte waren ihre Flügel ausgespannt. 1,24 Ich hörte das Rauschen ihrer Flügel, es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen 1,26 Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich , saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah.

Nach einer Ansprache Gottes steigt Ezechiel in das Fluggerät und wird nach Tel-Abib geflogen:
2,12 Da hob mich der Geist empor, und ich hörte hinter mir ein Geräusch, ein gewaltiges Dröhnen, als sich die Herrlichkeit des Herrn von ihrem Ort erhob, das Geräusch von den Flügeln der Lebewesen, die einander berührten, und das Geräusch der Räder neben ihnen, ein lautes, gewaltiges Dröhnen. Der Geist, der mich emporgehoben hatte, trug mich fort.

Nach sieben Tagen, in denen er sich von seiner Verstörung über dieses Erlebnis erholt, wird Ezechiel zu einer Art ‘moralischem Aufseher’ über das Volk Israel ernannt und erhält auch eine besondere Vergünstigung von Gott:
4,15 Da sagte er zu mir: Gut, ich erlaube dir, dein Brot auf Rindermist statt auf Menschenkot zu backen.

Nach einer weiteren Ansprache Gottes über die Verfehlungen der Juden wird Ezechiel nach Jerusalem geflogen und bekommt dort das unchristliche Treiben gezeigt.
8,2 Und ich sah eine Gestalt, die wie ein Mann aussah. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, war Feuer, und oberhalb von seinen Hüften schien etwas zu leuchten, wie glänzendes Gold. Er streckte etwas aus, das wie eine Hand aussah, und packte mich an meinen Haaren. Und der Geist hob mich empor zwischen Erde und Himmel und brachte mich in einer göttlichen Vision nach Jerusalem, an den Eingang des inneren Nordtors, dorthin, wo das Bild steht, das die Eifersucht des Herrn erregt.

Gott zerstört mit Hilfe seines Hubschraubers die Stadt Jerusalem und ermordet eine Menge Israeliten.
10,1 Ich sah: Oberhalb der gehämmerten Platte über den Köpfen der Kerubim war etwas, das wie Saphir aussah und einem Throne glich. Er sagte zu dem Mann, der das leinene Gewand anhatte: Geh zwischen die Räder unter den Kerubim, nimm zwei Hände voll von den glühenden Kohlen, die zwischen den Kerubim sind, und streu sie über die Stadt. Da ging der Mann vor meinen Augen zu den Kerubim. Sie standen rechts vom Tempel, als der Mann zu ihnen ging, und die Wolke erfüllte den Innenhof. Die Herrlichkeit des Herrn schwebte von den Kerubim hinüber zur Schwelle des Tempels. Der Tempel wurde von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll vom Glanz der Herrlichkeit des Herrn. Das Rauschen der Flügel des Kerubim war bis zum Vorhof zu hören; es war wie die Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er spricht. Als er dem Mann, der das leinene Gewand anhatte, befahl: Nimm von dem Feuer, das zwischen den Rädern und zwischen den Kerubim ist, ging der Mann und stellte sich neben das Rad. Und ein Kerub streckte seine Hand aus, nahm von dem Feuer, das zwischen den Kerubim war, und legte es in die Hände des Mannes, der das leinene Gewand anhatte. Der Mann nahm das Feuer und ging hinaus.

Es folgt wieder eine Beschreibung des ‘Hubschraubers’, bevor Ezechiel mit seinem Bericht fortfährt.
10,18 Da verließ die Herrlichkeit des Herrn die Schwelle des Tempels und nahm wieder ihren Platz über den Kerubim ein. Die Kerubim bewegten ihre Flügel und hoben sich vor meinen Augen vom Boden empor. Sie gingen hinaus und die Räder liefen an ihrer Seite mit. Vor dem östlichen Tor am Haus des Herrn blieben sie stehen. Und die Herrlichkeit des Gottes Israel schwebte über ihnen. 11,1 Da hob mich der Geist empor und brachte mich zum Osttor am Haus des Herrn.

Die seltsamen Wesen ‘Kerubim’ und ‘Seraphim’ sind in vielen Gemälden als Engel im Nachthemd oder als kleine, fette Kinder mit Flügeln dargestellt, allerdings hat es kein Maler übers Herz gebracht, ihnen unten auch noch Räder hinzuzeichnen.

Dabei ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß es sich bei diesen Wesen um Opfer eines Schreibfehlers handelt, wie man aus der Jüdischen Enzyklopädie erfahren kann: Auf hebräisch schreibt sich Kerubim “KRB”, eine kleine Buchstabenverdrehung aus Unachtsamkeit ergibt das Wort “RKB”, was soviel wie “transportieren”, “fahren” oder “Wagen” bedeutet, was Bibelstellen wie 2 Samuel 22,11 eine bessere Verständlichkeit geben würde: Er fuhr auf dem Kerub...

Auch der Prophet Daniel begegnet einem wohl nicht von dieser Welt stammendem Wesen:
Daniel 10,4 Am vierundzwanzigsten Tag des ersten Monats stand ich am Ufer des Tigris. Ich blickte auf und sah, wie ein Mann vor mir stand, der in Leinen gekleidet war und einen Gürtel aus feinstem Gold um die Hüften trug. Sein Körper glich einem Chrysolith, sein Gesicht leuchtete wie ein Blitz, und die Augen waren wie brennende Fackeln. Seine Arme und Beine glänzten wie polierte Bronze. Seine Worte waren wie das Getöse einer großen Menschenmenge.

Außer seinem imponierenden Erscheinungsbild hatte dieses Wesen noch bemerkenswerte Schwebefähigkeiten:
Daniel 12,6 ... der Mann, der in Leinen gekleidet war, und über dem Wasser des Flusses stand.

An anderer Stelle wird ein in der biblischen Malerei ziemlich selten porträtiertes Wesen erwähnt:
2 Samuel 21,20 Da trat ein Mann von riesenhafter Größe auf; er hatte an jeder Hand sechs Finger und an jedem Fuß sechs Zehen, zusammen vierundzwanzig.

Ein ganz besonderer Mensch war Enoch, der Großvater vom Sintflut-Noach, er starb nämlich nicht:
Jesus Sirach 49,14 Kaum einer auf Erden kommt Henoch gleich, darum wurde er auch lebend entrückt. Hebräer 11,5 Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und mußte nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte

Henoch schrieb selber auch ein Buch, das allerdings - wohl wegen seines Science-Fiction-Inhaltes - nicht in die Bibel aufgenommen wurde. Dafür kann man es in den Apokryphen lesen. Das Buch Henoch enthält einen Bericht über einen Ausflug zu einer Art Raumstation:

Siehe, Wolken luden mich ein im Gesicht und ein Nebel forderte mich auf; der Lauf der Sterne und Blitze trieb und drängte mich, und Winde gaben mir Flügel im Gesicht und hoben mich empor. Sie trugen mich hinein in den Himmel.

Dann folgt über mehrere Kapitel der Versuch, mit dem ungenügenden Vokabular seiner Zeit so etwas Unfaßbares wie eine Raumstation zu beschreiben:

Ich trat ein in jenes Haus, das heiß wie Feuer und kalt wie Schnee war. Da war keine Lebensluft vorhanden. ... Sein Boden war von Feuer; seinen oberen Teil bildeten Blitze und kreisende Sterne. ... Ich sah die Örter der Lichter, die Vorratskammern der Blitze und des Donners. ... In jeder Hinsicht, durch Herrlichkeit, Pracht und Größe zeichnete es sich so aus, daß ich euch keine Beschreibung von seiner Herrlichkeit und Größe geben kann. ... Die Wände jenes Hauses glichen einem mit Kristallsteinen getäfelten Fußboden, und sein Grund war von Kristall. ... Ich sah einen tiefen Abgrund mit Säulen himmlischen Feuers, und ich sah unter ihnen Feuersäulen herabfallen; sie waren weder nach Tiefe noch nach Höhe zu messen. ... Ich wanderte ringsherum, bis ich an einen Ort kam, wo kein Ding war. Dort sah ich etwas Fürchterliches: ich sah keinen Himmel oben und kein festgegründetes Land unten, sondern einen öden und grausigen Ort.

Ein Engel führt ihn umher, zeigt ihm die Einrichtung und erklärt Henoch astronomische Zusammenhänge:

Abermals sah ich Blitze und die Sterne des Himmels, und ich sah, wie er sie alle bei ihrem Namen rief, und wie sie auf ihn hörten. Ich sah, wie sie mit einer gerechten Waage gewogen wurden nach ihrer Lichtstärke, nach der Weite ihrer Räume und dem Tag ihres Erscheinens und wie ihr Umlauf Blitze erzeugt. Noch anderes sah ich in Bezug auf die Blitze, zum Beispiel wie einige von Sternen aufsteigen, zu Blitzen werden und ihre neue Gestalt nicht aufgeben können.

Vielleicht meint Henoch damit so etwas wie eine Nova oder Supernova. Erstaunlich seine Beschreibung des Sternenkataloges: Die Klassifizierung nach Lichtstärke, Entfernung - der Weite ihrer Räume - und dem Tag der Entdeckung ist auch heutzutage noch üblich.

Auch der Prophet Elija und Moses gehörten möglicherweise zur Gilde der antiken Raumfahrer:
Markus 9,2 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. 9,7 Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.

Auch im Neuen Testament kommen Anspielungen auf Raumausflüge vor:
2 Korinther 12,2 Ich kenne jemanden, einen Diener Christi, der vor vierzehn
Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde. ... Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.

Johannes hat eine Vision von einem unirdischen Wesen:
Offenbarung 1,12 Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold. Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen, seine Beine glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wassermassen.

Über eines der bedeutendsten raumfahrttechnischen Ereignisse der christlichen Geschichte - der Himmelfahrt Jesu - findet sich jedoch erstaunlicherweise fast gar nichts in der Bibel, sie wird mit ein paar lapidaren Sätzen abgetan:
Lukas 24,51 Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.

Der Evangelist Markus weiß auch nicht viel mehr als:
Markus 16,19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.

Die Jünger Matthäus und Johannes wissen überhaupt nichts von einer Himmelfahrt Christi, allerdings wird sie später in der Apostelgeschichte von Lukas noch mal erwähnt:
Apostel 1,9 Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Warum sich die Bibel über dieses doch ungeheuer wichtige Ereignis ausschweigt, ist nicht ganz zu verstehen. In einer Anmerkung zum Markusevangelium kann man - den Abschnitt mit der Himmelfahrt betreffend - auch noch lesen: Dieser Abschnitt findet sich nicht bei den ältesten Texten. Er ist eine im zweiten Jahrhundert entstandene Zusammenfassung...

Und zum Lukasbericht heißt es: Die Worte “und wurde zum Himmel emporgehoben” fehlen bei einigen alten Texten.

Daß trotz dieser mageren Indizien Millionen von Menschen überzeugt sind, Jesus sei in den Himmel aufgefahren, ist schon erstaunlich. Sollte es dann doch so gewesen sein, dann mußte dieses Ereignis in aller Stille vor sich gegangen sein. Von Feuerwägen die mit Rauch und Getöse in den Himmel auffuhren wäre sicher ausführlich berichtet worden.

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1 - Die Herkunft der Bibel
Kreative Schriftsteller, die eine Mutter von fünf Söhnen kinderlos bleiben lassen

Kapitel 2 - Jahwe und seine Kinder
Über einen eifersüchtigen Anstifter zum Massenmord und seine dicken Nachfolger

Kapitel 3 - Von Noah bis Abraham
Berichte über Vegetarier, Alkoholiker und Wichser

Kapitel 4 - Moses
Ein stotternder Mörder macht sich auf die Reise

Kapitel 5 - Gemetzel und Weiberhelden
Die Verführungskünste des König David und seiner Söhne

Kapitel 6 - Weisheiten
Wo Rockbands ihre Texte klauen

Kapitel 7 - Raumfahrer
Berichte über Hubschrauber, Raumstationen und seltsame Wesen

Kapitel 8 - Jesus
Ein Lausbub haucht Sperlingen aus Lehm Leben ein

Kapitel 9 - Weiber
Biblische Sprüche über Frauen

Kapitel 10 - Wunder über Wunder
Wasser oder Wein?

Kapitel 11 - Märtyrer & Heilige
1000 Tips, wie man sich quälen lassen kann

Kapitel 12 - Himmel und Hölle
Ein Katastrophenbericht über den Untergang der Welt

Kapitel 13 - Katholen und Evangelen
Traubensaft statt Blut Christi

Kapitel 14 - Moroni
Barfuß in einem amerikanischen Schlafzimmer: Ein Engel des Herrn im Jahre 1823

Kapitel 15 - Gesalbte und andere Schafe
Die Zeugen Jehovas erobern die Welt und erben das Reich Gottes

Kapitel 16 - Lorbe(e)ren
Der Heilige Geist in Österreich