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Berliner Bezirke
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Kaulsdorf

 

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Wie man hinkommt:
S5 Kaulsdorf, U5 Kaulsdorf-Nord

Welche Bezirke drum rum sind:
Biesdorf, Hellersdorf, Mahlsdorf, Köpenick

XXXXXXXXXX In Kaulsdorf gibt es noch einen Rest vom alten Dorf, einen See und im Norden Plattenbauten, die aber doch trotz Hochhaus-Desaster einen gewissen Charme verstrahlen.

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  Um gleich mit dem Schlimmsten anzufangen: Alt-Kaulsdorf.
Berliner Straßen, die mit "Alt" beginnen, sind eigentlich ein Garant dafür, dass man dort noch einiges der alten Dorfkerne entdecken kann. Nicht so in Kaulsdorf. Hier wurde gnadenlos alles abgerissen und zubetoniert, um Platz für Einkaufszentren und die B 5 zu machen, durch die Unmengen von Autos rasen.
 

   
   
  Zum Glück ist doch noch etwas vom alten Kaulsdorf übrig, und zwar in der Dorfstraße. Als wir dort waren, war zwar nichts los, aber da war auch kein Wochenende. Der Imbiss mit Sonnenschirm im Dorfanger steht da nicht umsonst, der wird schon seine Geschäfte mit Touristen machen.  

 
  Der Rest von Kaulsdorf ist eher unspektakulär. Von Kaulsdorf-Süd wenigstens. Hauptsächlich so Nebenstraßen mit Häusern und einer geschlossenen Post, an der ein Zettel hängt "Zu vermieten" (2011). Höhepunkt ist der Tante-Emma-Laden "nah und gut", den man von der Farbgebung her glatt mit einem Edeka verwechseln kann. Aber wenn man reingeht, dann ist da nichts von Supermarkt oder so. Klein und eng, aber irgendwie gemütlich. Man wundert sich als Tourist beim Einkaufen, dass einen die Kassiererin nicht schon jahrelang kennt und mit Vornamen anspricht. Der Laden ist praktisch das kulturelle Zentrum von Kaulsdorf-Süd.  

 
 
 

Ganz anders dagegen Kaulsdorf-Nord. Hier hat man sich im DDR-Plattenbaustil ausgetobt und sogar richtige Wolkenkratzer aufgestellt, die nach der Wende bunt angemalt wurden. Zum Glück haben sie nicht vergessen, Bäume anzupflanzen, die wohl irgendwann mal höher als die Wohnblocks sein werden.

 

   
  Das Beste an Kaulsdorf ist wohl der Butzer See. Im Sommer halt. Große Liegewiesen, kaum Müll, sauberes Wasser - was will man mehr? Palmen vielleicht, eine Eisdiele, einen Sonnenbrillenladen, das gibt es am Butzer See halt nicht. Die Badegemeinde ist mehr so gutbürgerlich, FKK ist out.  


Um Berlin wirklich kennenzulernen, muss man alle Bücher und CDs von Horst Evers haben.

  Bei dieser ganzen Bezirks-Testerei hat man überhaupt keine Zeit mehr für einen ordentlichen Beruf. Für eine Spende per paypal bedankt sich unser Redaktionsteam.  

Bericht und Fotos © 2011 Robert Adé

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