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Heinersdorf |
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Wie
man hinkommt:
S2, S8 Pankow-Heinersdorf
Welche Bezirke drum rum sind:
Pankow, Französisch Buchholz, Blankenburg,
Stadtrandsiedlung Malchow, Weißensee
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Heinersdorf kann so richtig
schön schäbig sein. Stellenweise kann man hier
nachvollziehen, wie es wohl zu DDR-Zeiten in Ostberlin
ausgesehen haben mag, auch wenn sie manche Wohnblocks
inzwischen bunt angestrichen haben.
Und was vom historischen Dorfkern noch übrig geblieben
ist, wurde gnadenlos mit Neubauten verschandelt. |
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Nach solchen Straßen muss
man in Heinersdorf nicht lange suchen. Also wer
unbedingt trostlose Wohnblockstraßen ohne
Freizeitmöglichkeiten und Flaniermeilen braucht, der
muss unbedingt hierher. Einen Bäcker nebenan darf man
natürlich auch nicht erwarten. |
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Aber wenn man sich ein paar
Meter verfährt, in die Gustav-Adolf-Straße Ecke
DGZ-Ring, wird man mit imposanten Wandgemälden belohnt.
Das gehört aber dummerweise nicht mehr zu Heinersdorf,
sondern schon zu Weißensee. |
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Kaufland, Medimax und
Fressnapf in der Romain-Rolland-Straße sorgen dafür,
dass man sich in Heinersdorf fühlen kann, als wäre man
in Berlin.
Romain
war übrigens ein französischer Schriftsteller und
Musikkritiker, der 1915 sogar einen Nobelpreis für
Literatur bekommen hat.
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Gleich neben der alten
Dorfkirche RR-Str. Ecke Berliner Str. bekommt man einen
Eindruck davon, wie es hier wohl im Mittelalter
ausgesehen haben mag. In manchen der Häuser wohnen sogar
Menschen und haben sich die Wiese dahinter zu einem
kleinen Freizeitpark ausgebaut.
Die Reste der mittelalterlichen Dorfschänke sucht man
allerdings vergeblich.
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Das Siedlungsleben kommt in
Heinersdorf abseits der Hauptstraßen auch nicht zu kurz.
Allerdings haben die Straßen so anheimelnde Namen wie:
Straße 30, Straße 42, Straße 17 und so weiter.
Einen Gänseblümchenweg findet man nicht. |
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Multi-Kulti ist in
Heinersdorf auch nicht spurlos vorbei gegangen. In der Tinius-Str. 5 wird man von der
Ahmadiyya-Moschee
überrascht.
Warum aber auch nicht? Wenn die Christen in der
Dorfkirche zu Gott und Jesus beten können, dann sollte
man doch die damals in den 1950er Jahren händeringend gesuchten
Gastarbeiter und ihre inzwischen deutschen Kinder in
Ruhe zu Allah beten lassen.
Oder?
Die meisten von denen
sind ja keine Bin Ladens oder Gaddafis. Und immerhin war
Adolf selig ein Katholik, das wird von den Päpsten gerne
verschwiegen.
Manche Menschen sahen das aber anders und es gab von
2006 bis 2008 jede Menge Proteste und Bürgerbegehren
gegen den Bau. |
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Zum Schluss das Beste an
Heinersdorf:
Der S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf, damit man von hier
auch wieder wegfahren kann. Wer unbedingt von der
Autobahn A 114 aus da hin will, der kann von der Brücke
aus mit einem Lift runterfahren. Das alte
Stellwerk-Häuschen kann man bestimmt ganz günstig mieten
und zu einem Abenteuer-Restaurant umbauen.
Vielleicht wird Heinersdorf dann doch noch mal zu einem
richtigen In-Viertel von Berlin.
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Bericht und Fotos
©
2011 Robert Adé |