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"Hast du mal ein Paper?" fragt mich der junge Mann mit albanischem Akzent, als ich mich auf eine Parkbank am Rand des Leopoldplatzes setze. Ich habe. "Bist du Türke oder halber Türke?" will sein Kumpel kichernd von mir wissen. Nein ich bin Deutscher. "Bist du schwul?" Auch da muß ich ihn enttäuschen. Eigentlich stellt man sich einen Bio-Markt etwas romantischer vor. Dieser hier ist flankiert von Bänken auf denen sich hauptsächlich Penner und Freaks tummeln. "Ist das Bio-Dope?" frage ich meine neue Bekanntschaft, als er seine paar Krümel Haschisch in mein Papier einwickeln will. Aber er versteht die Frage nicht. Dafür merkt er, daß das so nicht geht und will noch etwas Tabak von mir. Er bekommt ihn und ich mache mich auf den Weg durch den Markt. Biowurst, Biobrot und sonstiges Bioessen gibt es, aber das war ja auch nicht anders zu erwarten. Was es außerdem noch gibt sind jede Menge völlig unbiologische türkische Gemüsehändler, Stände mit Klamotten und Vorhangstoff, Sonnenbrillen und Handyschalen in allen möglichen Farben. Klanglich untermalt vom Autolärm der Kreuzung Leopold- und Schulstraße. "Deutsche Tomaten" brüllt mich ein Türke an. "Ohne Kerne" fügt er noch stolz und etwas leiser hinzu. Aber ich will jetzt keine deutsche Tomate essen. Auch keine ohne Kerne. Für den Biomarkt am Leopoldplatz braucht man schon ein bißchen Abenteuerlust und Rauhbeinigkeit, beschauliches Einkaufen ist hier weniger angesagt. |
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